Zu knusprigem Backfisch, Fischbrötchen oder Kartoffelspalten fehlt oft nur ein cremiger Dip mit etwas Säure und Biss. Sauce Tartare, international auch als sauce tartar bezeichnet, verbindet Mayonnaise mit Kapern, Gewürzgurken und frischen Kräutern und lässt sich in wenigen Minuten selbst anrühren. Ich zeige, welche Zutaten wirklich wichtig sind, wie das Grundrezept gelingt, wozu der Dip passt und wie er auf einer Party frisch bleibt.
Die wichtigsten Punkte für eine gelungene Sauce
- Grundlage sind Mayonnaise, fein gehackte Gewürzgurken, Kapern und Kräuter.
- Zubereitungszeit beträgt etwa 10 Minuten, anschließend sollte die Sauce 20 bis 30 Minuten durchziehen.
- Abtropfen entscheidet über die Konsistenz. Zu viel Gurken- oder Kapernlake macht den Dip wässrig.
- Beste Begleiter sind Backfisch, Fish and Chips, Fischbrötchen, Garnelen und Kartoffelgerichte.
- Haltbarkeit beträgt selbstgemacht im Kühlschrank meist höchstens 2 bis 3 Tage.

Was hinter der cremigen Sauce steckt
Eine klassische Sauce Tartare ist eine kalte Mayonnaise-Sauce, die durch säuerliche, salzige und würzige Zutaten ihren typischen Charakter bekommt. Gewürzgurken liefern Frische und leichten Biss, Kapern bringen eine herzhafte Würze und Kräuter sorgen dafür, dass die Sauce nicht schwer wirkt.
In Deutschland wird sie häufig zu Fisch und Meeresfrüchten serviert. Je nach Rezept kommen außerdem Schalotten, Zitronensaft, Senf, Sauerrahm oder hart gekochtes Eigelb hinzu. Eine völlig starre Zutatenliste gibt es nicht, aber Mayonnaise, Gurken und Kapern bilden für mich das geschmackliche Gerüst.
Die Sauce ist nicht ganz dasselbe wie Remoulade. Beide Dips basieren oft auf Mayonnaise, doch Remoulade enthält meist eine breitere Mischung aus Kräutern, Gewürzen und weiteren Zutaten. Die Tatarensauce bleibt gewöhnlich säuerlicher, frischer und klarer im Geschmack, weshalb sie besonders gut zu frittierten Speisen passt.
Das Grundrezept gelingt in zehn Minuten
Für vier Personen reichen etwa 200 Gramm Mayonnaise. Ich verwende gern eine cremige, nicht zu stark gewürzte Mayonnaise, damit Kapern, Gurken und Kräuter noch deutlich erkennbar bleiben.
| Zutat | Menge | Aufgabe in der Sauce |
|---|---|---|
| Mayonnaise | 200 g | Cremige, milde Basis |
| Gewürzgurken | 3 kleine Stück | Säure und knackiger Biss |
| Kapern | 1 bis 2 EL | Würze und leichte Salzigkeit |
| Schalotte | 1 kleine | Herzhafte, pikante Note |
| Schnittlauch und Petersilie | je 1 EL | Frische und Kräuteraroma |
| Zitronensaft | 1 TL | Hellt den Geschmack auf |
Gurken, Kapern und Schalotte hacke ich möglichst fein, lasse sie aber nicht zu einer glatten Paste werden. Gerade die kleinen Stückchen machen den Dip interessant. Vor dem Vermischen sollten alle Zutaten gut abgetropft sein, sonst wird die Mayonnaise schnell dünn.
- Gewürzgurken, Kapern und Schalotte fein hacken.
- Schnittlauch und Petersilie waschen, trocken tupfen und ebenfalls klein schneiden.
- Mayonnaise mit Zitronensaft und den gehackten Zutaten verrühren.
- Mit schwarzem Pfeffer abschmecken und erst danach vorsichtig salzen.
- Die Sauce abdecken und 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Die kurze Ruhezeit macht einen erstaunlich großen Unterschied. Kapern und Gurken geben nach und nach Aroma an die Mayonnaise ab, während die Schärfe der Schalotte etwas milder wird. Ich schmecke den Dip deshalb lieber zweimal ab, einmal direkt nach dem Rühren und noch einmal kurz vor dem Servieren.
Zu welchen Gerichten sie wirklich passt
Der bekannteste Einsatz ist natürlich Backfisch mit Pommes. Die Säure der Sauce gleicht die fettige, knusprige Panade aus und macht den Teller weniger schwer. Auch zu Kibbeling, Fischstäbchen und selbst gemachten Fischfrikadellen funktioniert sie zuverlässig.
| Gericht | Passende Anpassung | Warum es funktioniert |
|---|---|---|
| Backfisch und Fish and Chips | Mehr Zitronensaft und Schnittlauch | Frische gegen die frittierte Panade |
| Fischbrötchen | Etwas weniger Flüssigkeit | Die Sauce läuft nicht aus dem Brötchen |
| Garnelen und Calamari | Ein wenig Knoblauch oder Dill | Passt zu den feinen Meeresaromen |
| Kartoffelspalten | Ein Teelöffel Senf | Mehr Würze für das eher milde Gericht |
| Gemüse-Burger und Sandwiches | Mayonnaise teilweise durch Joghurt ersetzen | Der Dip wird leichter und weniger dominant |
Bei einem Fischbrötchen würde ich die Sauce etwas fester anrühren und die Gurken besonders fein schneiden. Für eine Party mit Freunden serviere ich sie gern neben Ofenkartoffeln, Maiskolben und kleinen Burgern. So bleibt der Dip nicht auf Fischgerichte beschränkt und passt auch zu einer gemischten Streetfood-Platte.
Zu rohem Fisch oder Tatar wird die Sauce regional ebenfalls angeboten, aber hier sollte sie geschmacklich zurückhaltender sein. Eine sehr saure oder kapernreiche Mischung überdeckt schnell die feinen Aromen. Für solche Kombinationen reduziere ich die Gurkenmenge und arbeite mit frischen Kräutern und etwas Zitronenschale.
Mit diesen Varianten bleibt der Geschmack ausgewogen
Leichte Version mit Sauerrahm
Wer den Dip weniger üppig mag, ersetzt etwa 50 Gramm Mayonnaise durch Sauerrahm oder Naturjoghurt. Dadurch wird die Sauce frischer und etwas flüssiger. Für Pommes ist das angenehm, auf einem Fischbrötchen kann sie jedoch schneller herauslaufen.
Kräftige Version mit Senf
Ein halber bis ein Teelöffel Dijon- oder mittelscharfer Senf gibt mehr Tiefe. Ich würde mit einer kleinen Menge beginnen, weil Senf die Säure verstärkt und die Kapern geschmacklich schnell in den Hintergrund drängt.
Frische Kräutervariante
Schnittlauch und Petersilie sind die unkomplizierte Basis. Dill passt besonders gut zu Lachs und Garnelen, Estragon bringt eine leicht anisartige Note und Kerbel wirkt feiner. Mehr als zwei bis drei Kräuter würde ich nicht kombinieren, sonst verliert der Dip sein klares Profil.
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Vegane Alternative
Mit veganer Mayonnaise lässt sich die Sauce ohne großen Aufwand pflanzlich zubereiten. Bei dieser Variante helfen ein wenig Zitronensaft und ein Teelöffel Gurkenlake, weil manche pflanzlichen Mayonnaisen milder schmecken. Die Lake aber nur langsam einrühren, damit die Konsistenz cremig bleibt.
Was ich eher vermeiden würde, ist ein Übermaß an Knoblauch. Er kann lecker sein, passt aber nicht zu jeder Fischsorte und überlagert die feinen Kräuternoten. Für einen universellen Dip sind Kapern, Gurken und Zitrone die deutlich bessere Würzbasis.
So bleiben Geschmack und Frische erhalten
Die fertige Sauce gehört direkt nach der Zubereitung in den Kühlschrank. In einem sauberen, gut verschlossenen Gefäß hält sie sich mit gekaufter Mayonnaise meist zwei bis drei Tage. Wird selbst gemachte Mayonnaise mit rohem Ei verwendet, sollte der Dip möglichst am selben Tag gegessen werden.
Auf einem Buffet sollte die Schale nicht stundenlang in der Sonne oder neben einer heißen Grillplatte stehen. Besser sind mehrere kleine Portionen, die nach und nach aus dem Kühlschrank kommen. Was bereits lange bei Raumtemperatur stand, würde ich nicht wieder zurückkühlen und später servieren.
Typische Fehler lassen sich leicht vermeiden. Zu grob gehackte Zutaten verteilen sich schlecht, zu viel Gurkenlake macht die Sauce wässrig und sofortiges Nachsalzen führt nach der Ruhezeit oft zu einem zu kräftigen Ergebnis. Falls der Dip doch zu dünn wird, hilft ein zusätzlicher Esslöffel Mayonnaise, nicht noch mehr gehackte Zutaten.
Eine kleine Portion macht die Partyplatte besser
Für eine Runde mit sechs bis acht Personen plane ich etwa 300 bis 350 Gramm Sauce, wenn zusätzlich Ketchup, Senf oder ein weiterer Dip auf dem Tisch stehen. Gibt es nur diese eine Sauce, darf die Menge ruhig etwas größer ausfallen.
Besonders praktisch ist es, den Dip am Vormittag vorzubereiten und kurz vor dem Essen noch einmal abzuschmecken. Zu Backfisch, Fischbrötchen und Kartoffelspalten sollte er deutlich frisch und leicht säuerlich schmecken, aber nicht salzig wirken. Genau dann erfüllt die Sauce ihre Aufgabe am besten: Sie verbindet die einzelnen Komponenten, ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen.
Mein zuverlässigster Grundsatz lautet deshalb: lieber mit wenig Zitronensaft, Salz und Senf starten und langsam nachjustieren. Eine gute Sauce Tartare braucht keine lange Zutatenliste, sondern gut abgetropfte Einlagen, frische Kräuter und ein wenig Zeit zum Durchziehen.