Kimchijeon selber machen für eine extra knusprige Kruste

Ein goldbrauner, herzhafter Kimchi-Pfannkuchen, garniert mit Frühlingszwiebeln, liegt auf einem Holzteller. Daneben eine Schale mit Kimchi und grüne Frühlingszwiebeln.

Geschrieben von

Beate Lechner

Veröffentlicht am

4. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

Im Kühlschrank steht ein Glas Kimchi, aber die Lust auf Reis oder Suppe hält sich in Grenzen? Ein kimchi pancake, in Korea meist Kimchijeon genannt, verwandelt das fermentierte Gemüse in einen herzhaften, knusprigen Snack. Ich zeige dir, welche Zutaten wirklich zählen, wie der Teig gelingt und worauf es beim Braten für eine goldbraune Kruste ankommt.

Die wichtigsten Punkte für knusprigen Kimchijeon

  • Reifes Kimchi sorgt für ein kräftigeres, leicht säuerliches Aroma.
  • Der Teig sollte flüssig vom Löffel laufen, aber nicht wässrig sein.
  • Für die typische Kruste braucht die Pfanne genügend neutrales Öl.
  • Den Pfannkuchen möglichst dünn ausstreichen, sonst bleibt die Mitte weich.
  • Mit Sojasauce, Reisessig und Frühlingszwiebeln wird daraus ein unkomplizierter Party-Snack.

Was hinter Kimchijeon steckt und warum er so gut funktioniert

Kimchijeon ist ein koreanischer herzhafter Pfannkuchen aus gehacktem Kimchi, Mehl und Flüssigkeit. Außen wird er knusprig, während das Innere weich bleibt und die typische scharfe, säuerliche Würze des fermentierten Kohls aufnimmt.

Ich verwende dafür am liebsten Kimchi, das schon etwas länger im Kühlschrank steht. Frisches Kimchi schmeckt milder und knackiger, gut gereiftes Kimchi bringt dagegen mehr Tiefe und ersetzt einen Teil der Gewürze im Teig. Der aufgefangene Kimchi-Sud ist ebenfalls wichtig, denn er färbt den Teig orange und verstärkt das Aroma.

Auf einer Snackplatte passt der Pfannkuchen besonders gut zu Gurkensalat, Edamame oder kleinen Würstchen. Für eine Runde mit Freunden schneide ich ihn in acht bis zwölf Stücke, damit jeder zugreifen kann, ohne Besteck zu brauchen.

Die richtige Zutatenbasis für eine krosse Kruste

Für zwei große oder vier kleinere Pfannkuchen reichen wenige Zutaten. Die folgende Menge ergibt etwa 2 bis 3 Portionen, je nachdem, ob der Kimchijeon als Snack oder als leichte Mahlzeit serviert wird.

Zutat Menge Worauf es ankommt
Kimchi 250 g Gut abtropfen lassen, Sud auffangen und Kimchi fein schneiden
Weizenmehl 120 g Type 405 oder 550 funktioniert problemlos
Kartoffelstärke oder Reismehl 30 g Optional, macht die Oberfläche besonders knusprig
Eiswasser 120 ml Nach Bedarf mit Kimchi-Sud ergänzen
Frühlingszwiebeln 2 Stück In dünne Ringe oder kurze Streifen schneiden
Zucker 1/2 TL Rundet sehr saures Kimchi ab
Neutrales Öl 3 bis 4 EL Raps- oder Sonnenblumenöl ist geeignet

Die Stärke ist kein Muss, aber sie macht einen spürbaren Unterschied. Wer keine Kartoffelstärke zu Hause hat, kann den Pfannkuchen auch nur mit Weizenmehl zubereiten, sollte ihn dann aber besonders dünn ausstreichen. Eier machen den Teig bindiger, führen jedoch eher zu einer weicheren, omelettartigen Konsistenz.

Bei gekauftem Kimchi lohnt sich ein Blick auf das Etikett. Für eine vegane Variante muss das Produkt ohne Fischsauce oder Garnelenpaste hergestellt sein. Salz ist meist nicht nötig, weil Kimchi und Sojasauce bereits kräftig würzen.

Knusprige Kimchi-Pfannkuchen, garniert mit Frühlingszwiebeln und Sesam, serviert mit Dip-Sauce und Stäbchen auf einem Holztisch.

So gelingt der herzhafte Pfannkuchen Schritt für Schritt

1. Kimchi vorbereiten

Kimchi abtropfen lassen, den Sud in einer kleinen Schüssel auffangen und die Kohlblätter in etwa 1 bis 2 Zentimeter große Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln und optional eine halbe Zwiebel dünn schneiden.

2. Teig anrühren

Mehl, Stärke, Eiswasser, zwei bis drei Esslöffel Kimchi-Sud und Zucker in einer Schüssel vermengen. Nur so lange rühren, bis keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind. Ein paar kleine Klümpchen sind weniger problematisch als ein überrührter, zäher Teig.

Die richtige Konsistenz erkennst du daran, dass der Teig leicht vom Löffel fließt. Ist er dick wie ein klassischer Frühstückspfannkuchenteig, gib esslöffelweise Wasser dazu. Ist er zu dünn, hilft ein kleiner Löffel Mehl, aber übertreibe es nicht.

3. In der Pfanne ausbacken

  1. Eine beschichtete Pfanne mit 24 bis 28 Zentimetern Durchmesser auf mittlere bis hohe Hitze bringen.
  2. Etwa 1 bis 2 Esslöffel Öl hineingeben und den Teig dünn in der Pfanne verteilen.
  3. Den Pfannkuchen etwa 3 bis 4 Minuten braten, bis die Ränder fest und goldbraun sind.
  4. Vorsichtig wenden, weiteres Öl am Rand verteilen und unter den Pfannkuchen laufen lassen.
  5. Die zweite Seite weitere 2 bis 3 Minuten braten und zum Schluss kurz bei etwas höherer Hitze knusprig werden lassen.

Ich brate lieber mehrere kleine Exemplare als einen riesigen Pfannkuchen. Sie lassen sich leichter wenden und werden gleichmäßiger knusprig. Zum Servieren kommen sie direkt auf ein Gitter oder einen Teller, denn unter einem Deckel würde die Kruste schnell weich und dampfig.

Die häufigsten Fehler beim Braten

Der Klassiker ist ein zu dicker Teig. Die Oberfläche sieht dann schon dunkel aus, während die Mitte noch weich oder mehlig ist. Eine dünne Schicht von ungefähr 5 Millimetern ist deutlich zuverlässiger als ein dicker, fluffiger Pfannkuchen.

Auch zu wenig Öl kostet Knusprigkeit. Der Teig muss nicht schwimmen, aber der Pfannenboden sollte gleichmäßig bedeckt sein. Wer Fett sparen möchte, kann kleinere Pfannkuchen braten und sie anschließend kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.

  • Teig klebt fest bedeutet meist, dass die Pfanne noch nicht heiß genug war oder zu wenig Öl verwendet wurde.
  • Der Pfannkuchen zerreißt, wenn er zu früh gewendet wird. Warte, bis die Ränder sichtbar fest sind.
  • Die Kruste bleibt blass, wenn zu viel Flüssigkeit im Teig ist oder die Hitze zu niedrig bleibt.
  • Das Ergebnis schmeckt zu salzig, wenn zusätzlich Salz, Sojasauce und sehr würziger Kimchi-Sud verwendet werden.

Bei einer schweren Gusseisenpfanne funktioniert das Rezept ebenfalls, allerdings reagiert sie langsamer auf Temperaturänderungen. Für den ersten Versuch ist eine gute beschichtete Pfanne praktischer, weil sich der Pfannkuchen dort leichter lösen lässt.

Varianten für Streetfood-Abende und Snackplatten

Vegetarisch und vegan

Die einfache Version mit Kimchi und Frühlingszwiebeln ist bereits aromatisch genug. Für mehr Biss passen dünne Streifen von Karotte, Pilze oder Zucchini dazu. Bei veganem Kimchi bleibt der Teig ohne Ei vollständig pflanzlich und hält trotzdem gut zusammen.

Mit Schweinefleisch oder Tofu

In Korea wird Kimchijeon häufig mit fein geschnittenem Schweinefleisch kombiniert. Für eine unkomplizierte Partyversion brate ich 80 bis 100 g Hackfleisch vorher kurz an und lasse es abkühlen, bevor es in den Teig kommt. Geräucherter Tofu ist eine gute vegetarische Alternative, weil er eine kräftige, herzhafte Note mitbringt.

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Mit Meeresfrüchten

Garnelen, Tintenfisch oder Thunfisch aus der Dose passen ebenfalls gut. Flüssigkeit sollte vorher gründlich abtropfen, sonst wird der Teig unnötig weich. Besonders Tintenfisch sorgt für einen interessanten Kontrast zwischen knuspriger Hülle und elastischem Biss.

Zum Dippen genügt eine Mischung aus zwei Esslöffeln Sojasauce, einem Esslöffel Reisessig, einem Teelöffel Wasser und etwas Sesam. Bei sehr würzigem Kimchi würde ich den Dip mild halten, damit nicht jede Komponente gegen die Schärfe ankämpfen muss.

Für den ersten Versuch würde ich es so halten

Starte mit reifem Kimchi, Eiswasser und einem dünnen Teig. Brate lieber kleine Portionen in ausreichend Öl und serviere sie sofort, denn frisch aus der Pfanne ist die Textur am überzeugendsten.

Übrig gebliebene Stücke kannst du abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen eignet sich eine trockene oder leicht geölte Pfanne deutlich besser als die Mikrowelle, weil die Oberfläche dadurch wieder knusprig wird.

Damit passt der koreanische Pfannkuchen sowohl zu einem schnellen Feierabend-Snack als auch zu einer lockeren Runde mit Freunden. Der Aufwand bleibt klein, aber mit der richtigen Hitze entsteht genau das, was Streetfood leisten soll: intensiver Geschmack, knuspriger Rand und unkompliziertes Teilen.

Häufig gestellte Fragen

Gut gereiftes Kimchi sorgt für ein kräftigeres, leicht säuerliches Aroma als frisches Kimchi. Den aufgefangenen Kimchi-Sud kannst du teilweise für den Teig verwenden, damit er orange gefärbt wird und mehr Geschmack bekommt.

Der Teig sollte leicht vom Löffel fließen, aber nicht wässrig sein. Ist er zu dick, gib esslöffelweise Wasser hinzu; bei zu dünnem Teig hilft ein kleiner Löffel Mehl.

Verteile den Teig in einer heißen, geölten Pfanne möglichst dünn, idealerweise etwa 5 Millimeter. Brate ihn zunächst 3 bis 4 Minuten, wende ihn vorsichtig und brate die zweite Seite weitere 2 bis 3 Minuten. Ausreichend neutrales Öl und eine etwas höhere Hitze zum Schluss sorgen für die Kruste.

Frühlingszwiebeln, Karotten, Pilze und Zucchini passen gut dazu. Für Varianten eignen sich außerdem Schweinefleisch, geräucherter Tofu oder Meeresfrüchte. Vegan wird der Pfannkuchen mit Kimchi ohne Fischsauce oder Garnelenpaste zubereitet und kommt ohne Ei aus.

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Ich bin Beate Lechner und beschäftige mich seit 7 Jahren intensiv mit den Themen Streetfood, Kochen mit Freunden und Feste. Meine Leidenschaft dafür, wie man mit einfachen Mitteln und guten Zutaten genussvolle Momente schafft, hat mich dazu gebracht, mein Wissen und meine Erfahrungen hier auf sportsbar-copacabana.de zu teilen. Ich lege Wert darauf, Rezepte und Tipps so aufzubereiten, dass sie leicht verständlich sind und auch Kochanfänger schnell Erfolgserlebnisse haben. Dabei recherchiere ich gerne aktuelle Trends und vergleiche verschiedene Zubereitungsarten, um euch die besten und praktischsten Ratschläge geben zu können. Mein Ziel ist es, euch mit nützlichen, gut recherchierten und stets aktuellen Informationen zu inspirieren, damit eure nächsten kulinarischen Zusammenkünfte zu unvergesslichen Erlebnissen werden.

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